Event: 08.+09.10.2010 MOON Evolution Serie

Am Freitag, 08.10.2010 und Samstag, 09.10.2010 zeigen wir Ihnen die Moon Evolution Serie.

Vorführungen
Freitag: 15:00, 16:00, 17:00, 18:00 und 19:00 Uhr
Samstag: 11:00, 12:00, 13:00 und 14:00 Uhr

Um Voranmeldung per Mail oder unter Telefon 07121 321332 wird gebeten.

Antonio Minore vom deutschen Vertrieb der Moon-Geräte zeigt Ihnen in verschiedenen Kombinationen und Vergleichen, was die Geräte der Moon-Evolution Serie so besonders macht. Die Vollverstärker 600i / 700i im Zusammenspiel mit dem 750D CD-Laufwerk/Wandler stehen bereit, von Ihnen gehört zu werden.

Für mich persönlich sind die Geräte aus Kanada ein absolutes Highlight in der Hi-Fi-Landschaft, ich würde mich deshalb freuen, Sie mit meiner Begeisterung ein wenig anstecken zu dürfen.

Moon 750D und 600i
Moon 750D und 600i

Nachlese: Bilder von der Vorführung

MOON Vorführung mit Antonio Minore
MOON Vorführung mit Antonio Minore

MOON Vorführung mit Antonio Minore
MOON Vorführung mit Antonio Minore

MOON Vorführung: 600i und 750D
MOON Vorführung: 600i und 750D

Moon 750D & 600i – Höreindrücke

Nachdem mich die kleineren Moon Vollverstärker i3.3 und CD3.3 schon begeistert haben, war ich natürlich sehr gespannt und auch kritisch eingestellt, was die großen Geräte zu bieten haben.
Der 750D wird nicht als CD-Spieler, sondern als DAC mit eingebautem Laufwerk bezeichnet, was nicht von ungefähr kommt. Der 32bit-Wandler hat 4 Eingänge und lässt sich völlig unabhängig vom Laufwerk steuern und nutzen. Was sich also anbietet ist, den 750D gleich mit dem sooloos-System zu verbinden und zu schauen, was er aus der von der Festplatte in voller Auflösung gelieferten Musik macht. In der Kombination sooloos + Moon 750D + Moon 600i als Verstärker und Triangle Quatuor als Lautsprecher bleibt einem fast die Spucke weg. Von wegen technisch und digital, was der Moon DAC da an Musik fabriziert ist auf den Punkt! Rhythmisch aller erste Güte, tonal ohne einen Ausrutscher, räumlich schön differenziert und abgegrenzt, ohne analytisch oder künstlich zu wirken. Die gesamte Darbietung hat Schwung und Fluss, ist im besten Sinne sowohl musikalisch als auch neutral.

Moon 750D und 600i
Moon 750D und 600i

In der Kombination Moon 750D und 600i habe ich übrigens eine symmetrische Verbindung genommen, da beide Geräte symmetrische Ein- respektive Ausgänge haben. Um zu sehen, wer jetzt an der tollen Performance den größten Anteil hat, habe ich den 750D mit dem Audiomat Opera und Wilson Benesch A.C.T. im anderen Hörraum angeschlossen und siehe da, auch hier ein Ergebnis, wie ich es selten gehört habe. Im Vergleich zwischen Moon 600i und Audiomat Opera stellt sich heraus, dass der Moon zwar mit mehr Leistung und Kontrolle auftrumpfen kann, aber nicht den Fluss und die Offenheit des Opera mitbringt. Hier haben wir eine echte Geschmacksentscheidung, letztendlich spielen beide auf gleich hohem Niveau.

Nun aber zum eingebauten Laufwerk des Moon 750D: ist es nur ein Alibi-Laufwerk und der 750D eigentlich als Wandler zu benutzen oder sollte man ihn eher als CD-Spieler sehen? Meine Überraschung war groß, als ich CD vom internen Laufwerk mit der gleichen CD von Festplatte verglichen habe: mit dem internen Laufwerk des Moon klingt es sogar noch eine Spur mehr auf den Punkt als von der Festplatte. Alle Achtung, da haben die Kanadier also nicht nur einen hervorragenden Wandler sondern auch gleich einen CD-Spieler abgeliefert, der für mich zur Referenz gehört. Übrigens seit dem Meridian G08.2 der erste „richtige“ Fortschritt für mich.

Zum Thema symmetrischer oder asymmetrischer Anschluss beim Moon 750D kann ich nur sagen, dass der Unterschied tendenziell eher gering ist und der Klang im asymmetrischen betrieb mit Cinch-Leitungen nichts verliert, also nicht nur eine Empfehlung für Verstärker mit symmetrischem XLR-Eingang, sondern universell an allen Verstärkern eine sehr sehr gute Quelle!

Für mich persönlich ist das Thema CD-Spieler mit dem Moon 750D ersteinmal abgeschlossen, ich kenne momentan kein integriertes Gerät, das ihn übertrifft. Punkt.

Moon i3.3 & CD3.3 – Höreindrücke

Manchmal spielt einem die eigene Erwartungshaltung und Voreingenommenheit einen gehörigen Streich. Nach ihrem Aussehen und den Informationen, die ich über Simaudio und Moon angelesen habe, passen die ersten Höreindrücke so gar nicht dazu. Oder doch?
Erwartet habe ich ein eher technisches, den objektiven Maßstäben von gut und schlecht folgendes, Klanggeschehen. Und was kommt da aus den Lautsprechern auf mich zu? Musik und das Verständnis dafür, was mir die Musiker sagen wollen. Hier wird sofort die subjekitve Seite meiner Empfindungen angesprochen, trotz aller Exaktheit und Geradlinigkeit. Anscheinend haben es die Jungs (und Mädels?) bei Simaudio geschafft, neben den technischen und damit messbaren Werten auch die musikalischen nicht zu kurz kommen zu lassen. Vom Timing her auf den Punkt gespielt, Spannung aufbauend und niemals kühl. Aber gleichzeitig auch detailverliebt und nichts unterschlagend. Dazu gesellt sich eine kontrolle und Kontourenschärfe, wie ich sie selten (vorallem in dieser Preisklasse) gehört habe. Gegenüber dem Musical Fidelity M6i stellt sich der i3.3 von Moon tendenziell dunkler dar, ohne Details zu soften oder zu verschleiern. Dem Gryphon Atilla hat er mehr Kontrolle und Durchzeichnung im Bassbereich voraus, dafür spielt er nicht ganz so „schön“ losgelöst in den obersten Lagen.
Um heraus zu finden, wer an dem unerwarteten Ergebnis maßgeblich Schuld ist verbinde ich neben dem Moon CD3.3 als Quelle auch den Gryphon Scorpio CD symmetrisch mit dem i3.3 Vollverstärker. Der Gryphon spielt erwartungsgemäß auf einem höheren Niveau und bietet mehr Auflösung und Fluss, aber die Stimmigkeit, das Griffige und tolle Timing bleiben. Beim CD3.3 verbunden mit dem i3.3 scheint es übrigens recht unerheblich zu sein, ob er symmetrisch, asymmetrisch oder gar digital mit dem internen DAC des i3.3 verbunden ist. Der zum Vergleich von mir hinzugezogene Meridian G08.2 macht da schon größere Unterschiede zwischen den verschiedenen Anschlussarten: er klingt am Moon i3.3 symmetrisch verkabelt mit Abstand am besten und kann sich auch zum CD3.3 distanzieren. Wenn es also nicht darum geht, alles von einer marke zu haben, ist die kombination Meridian G08.2 und Moon i3.3 ein echter (Geheim-)Tipp.
Es spielt übrigens keine Rolle, ob ich den i3.3 an den verschiedenen Wilson Beneschs (Curve und A.C.T.), den Triangle Quatuor oder Cabasse Egea betreibe, er versteht sich mit allen prächtig. Ein tolles Gerät!

Dank der modularen Bauweise kann der Moon i3.3 übrigens optional mit einem Phonoeingang (MM/MC), einem symmetrischen Eingang und einem D/A-Wandler ausgerüstet werden. Der interne DAC ist für mich ein absoluter Preis-/Leistungs-Hammer! Für nur EUR 300,00 Aufpreis bekommt man einen klanglich sagenhaften DAC mit 4 Eingängen, dadurch ist wie auch beim Musical Fidelity M6i der Aufbau einer super reduzierten Anlage mit einem Rechner als Quelle möglich. Was will man mehr?

Weil der optionale DAC mich so begeistert hat mit Quellen wie dem Olive4 HD und dem sooloos, habe ich mal wieder preisbewusst gedacht und mir den kleinsten Moon CD-Player CD.5 als Quelle ausgesucht. Digital mit dem DAC des i3.3 verbunden ergibt sich ein Gespann, das vom Preis-/Leistungsverhältnis kaum zu toppen sein dürfte.

Die nächste Frage, die sich mir nun aufdrängt, ist: was machen dann die großen Moon-Geräte aus der Evolution-Serie, wenn die „kleinen“ schon so gut sind? Der DAC/CD-Player 750D und der passende Vollverstärker 600i laufen isch schon warm…

The Gryphon – Höreindrücke

Nachdem sich die Geräte also ausgiebig in meine Umgebung eingewöhnen durften, konnten sie sich klanglich so zeigen, wie sie sind. Um erst einmal einen Eindruck davon zu bekommen, wie der Entwickler es gerne hätte, habe ich CD-Spieler, Verstärker und Lautsprecher von The Gryphon im Verbund gehört, natürlich mit den passenden Netz- und XLR-Kabeln von The Gryphon.
Es ist schon ein beeindruckendes Ergebnis, vor allem wenn man wie ich schon von vornherein auf die Ausstrahlung der Geräte, ihre Aura des Edlen, Erhabenen und Teuren, geeicht ist. Ein wirklich schönes, beeindruckendes Ergebnis! Kommt man aber irgendwann auf den Boden der Tatsachen zurück, dann können einem schon einmal kleine Ungereimtheiten auffallen. So kam ich mit dem Lautsprecher nicht wirklich zurecht: entweder fehlte mir Substanz im Bassbereich oder es drängelte sich der Präsenzbereich zu sehr nach vorne. Zum Glück kann neben der Aufstellung auch noch die Anpassung von Hoch- und Tieftonbereich am Lautsprecher mittels der außen angebrachten Widerstände herangezogen werden, um die Wiedergabe auf den Punkt zu bringen. Was mir leider nicht so recht gelingen wollte – vielleicht lag es auch daran, dass mir die passenden Lautsprecherkabel fehlten und ich deshalb auf meinen Fundus an Kabeln von Nordost, Siltech, Audioquest, Goertz und XLO zurückgreifen musste.
Um die Elektronik nicht nur anhand der Lautsprecher von The Gryphon zu beurteilen, kamen zwei mir gut bekannte und hoch geschätzte Schallwandler von Wislon Benesch und Triangle zum Einsatz. Als erstes, weil es rein intuitiv für mich eine sehr schön passende Kombination sein müsste, wurden die Mojo durch die Wilson Benesch A.C.T. ersetzt. Und siehe da, auf einmal war der Hochtonbereich weder überzogen noch zu zurückhaltend und auch die Substanz und Fülle im Grundton und Bassbereich liess nichts zu wünschen übrig. Oder doch?
Ich bin kein Freund von schnellen Vergleichen und hin und her schalten, weshalb ich mich erstmal fleissig in die Kombination Gryphon-Wilson Benesch eingehört habe. Aber ein gewisser Eindruck von Schönspielerei blieb dennoch bei mir zurück und wollte sich nicht so recht zu einem schlüssigen musikalischen Gesamtbild zusammenfügen. Also hilft doch nur ein Vergleich mit anderem Material. Am ende soll das „Material“, also die Anlage, egal wie schön und edel sie ist, doch nur das eine Ziel erfüllen: Musik lebendig machen und Emotionen transportieren. Und das so realistisch wie möglich.
Nachdem außer den hübschen Gryphon-Geräten (wobei einige der zwischendurch reingeschneiten Kunden so ihre Probleme mit der Bedienung der unsichtbaren und berührungslosen in die glänzende Front eingelassenen „Knöpfe“ hatten…) auch noch einige andere Geräte zum Quervergleich zur Verfügung standen, habe ich den The Gryphon Atilla ausgetauscht mit dem auch gerade erst warm gelaufenen Moon i3.3 Vollverstärker. Das ist nicht ganz fair, da die Leistungsdaten zwar ziemlich identisch sind, der Moon auch symmetrisch vom Gryphon Scorpio gespeist wird, aber noch nicht einmal die Hälfte des Atilla kostet.
Ok, er hat nicht den Flair und die geschmeidige Eleganz des Atilla (oder täuscht einen da nur die Optik und die eigene Voreingenommenheit?), aber er spielt wie aus einem Guss und rhythmisch auf den Punkt, verschleppt nichts und bringt wieder die Emotionalität und Spielfreude rein, die vorher bei aller Schönspielerei einfach gefehlt hat. Da kommt das Grinsen zurück ins Gesicht, wenn ich höre, was die Musiker da angestellt haben, nicht einfach vor sich hin gespielt und runtergespult. Dafür sieht der Gryphon Atilla für meinen Geschmack eindeutig edler und extravaganter aus. Ob das den Preisunterschied aber rechtfertigen kann möchte ich nicht erörtern.
Bleibt also noch der Gryphon Scorpio: ist er daran Schuld, dass es so gut klingt? Immerhin setzt er auf 32bit Verarbeitung der 16bit-CD-Daten und kann dadurch vielleicht eine bisher unerreichte Auflösung und Feinheit erreichen? Ganz allein auf weiter Flur ist er ja nicht, steht doch nebenan schon der Moon 750D DAC/CD-Player mit ebenfalls 32bit Wandlung und ausserdem asynchroner Datenverarbeitung. Aber bevor dieser Vergleich kommt, gebe ich dem Atilla zuerst noch einmal eine Chance an einem anderen Lautsprecher, ziehe die Scorpio-Atilla-Kombi in den anderen Hörraum um und verbinde sie mit den Triangle Magellan SW2 Quatuor.
Um es kurz zu machen: es klingt zwar in der Summe anders als mit den Wilson Benesch – was nicht verwundern sollte – aber die Tendenz bleibt genau die gleiche.
Als Fazit bleibt bei mir der Eindruck, dass die Geräte von The Gryphon durchaus ihren eigenen Charakter haben, sehr hübsch gemacht sind, die Verarbeitung für den Preis ok aber nicht über jeden Zweifel erhaben ist und sich die Kombination am ehesten für Schön-Hörer als für Realitätsfanatiker eignet.

Nach dieser Erfahrung bin ich jetzt gespannt, wie der Vergleich zwischen den beiden 32bit CD-Playern Moon 750D und The Gryphon Scorpio ausfällt. Doch dazu später mehr.