High End 2010 – Rückblick

Das war sie nun, die High End 2010. Wir sind geschafft aber zufrieden zurück und möchten all denen danken, die uns auf der Messe besucht haben!

Da Bilder oft mehr als Worte sagen, ein paar Bildeindrücke vom Pro-Ject Stand:

Pro-Ject-Shop Stand auf der High End 2010
Pro-Ject-Shop Stand auf der High End 2010
Pro-Ject Stand auf der High End 2010
Pro-Ject Stand auf der High End 2010
Eine komplette Anlage!
Eine komplette Anlage!
Next Generation High-Fidelity
Next Generation High-Fidelity
Die Vorführanlage
Die Vorführanlage
Plattenspieler-Ensemble
Plattenspieler-Ensemble
...scheint interessant zu sein...
...scheint interessant zu sein...
...der Pro-Ject Xtension
...der Pro-Ject Xtension

Sophie Hunger: vormerken

Am 30.05.2010 spielt Sophie Hunger im Ludwigsburger ‚Scala‚. Nach dem Konzert zu ihrem ersten Album im Franz.K in Reutlingen kann ich Sophie Hunger live nur empfehlen! Nicht verpassen, solange es solche Künstler noch im kleinen Rahmen zu erleben gibt.

Gianmaria Testa: Solo dal vivo – Konzert im Franz.K am 04.05.2010

Klasse war er, der Herr Testa, wobei ich erst befürchtet hatte, dass es ohne Begleitung etwas trocken werden könnte. Aber ich habe mich zum Glück geirrt.
Schon zu Beginn des Konzertes hat Gianmaria Testa es geschafft, eine lockere und intime Atmosphäre aufzubauen. Es geht halt nichts über Konzerte im kleinen Rahmen wie im Franz.K in Reutlingen.
Da es nicht unwichtig ist zu erfahren, über was er da eigentlich singt und ja nicht alle perfekt italienisch verstehen, hat Gianmaria Testa gleich am Anfang einen Übersetzer aus dem Publikum gesucht, der ihn während des gesamten Konzerts dolmetschend begleitet – und in Helga gefunden, die ihre Sache wirklich klasse gemacht hat!
Die erste Hälfte des durch eine kurze Pause unterteilten Konzerts, das Gianmaria Testa komplett allein mit einer seiner 3 Gitarren bestritten hat, war geprägt von älteren Stücken. Mitgerissen und begeistert hat mich „Un aeroplano a vela“, das auch solo perfekt rüberkam ohne das Gefühl, dass etwas fehlt. Genauso übrigens wie „Biancaluna“, „Gli amanti di roma“ oder „Dentro la tasca di un qualqunque mattino“. In der zweiten Konzerthälfte gab es mehr aktuelle und politisch orientierte Stücke mit Immigrationsthematik, die für uns hier etwas weniger Bezug hat als die Thematik eigentlich verdient. Dadurch wurde es etwas sperriger, aber nicht weniger intensiv. Zum Glück hat er es aber hinbekommen, es nicht zu politisch und anstrengend werden zu lassen.
Alles in allem ein prima Konzert mit einem gut aufgelegten Gianmaria Testa. Vielen Dank für dieses tolle Konzert!

Wer es nicht verpasst hat, dem lege ich die Alben „Lampo“, „Montgolfières“ und die aktuelle „Solo dal vivo“ zum Hören ans Herz.

Beim nächsten Konzert in erreichbarer Nähe sehen wir uns wieder 🙂

Audiomat Recital & Phono 2.0

Vormerken: von der Hifi deluxe in München bringe ich kommendes Wochenende zwei ausgesuchte Schmankerl zum Hören mit: den großen Vollverstärker ‚Recital‘ von Audiomat und die größere der beiden Phonostufen, die Phono 2.0.
Ich bin gespannt, ich hoffe Sie auch!

Audiomat Recital Vollverstärker
Audiomat Recital Vollverstärker
Audiomat Phono 2.0
Audiomat Phono 2.0

Gianmaria Testa Konzert

+++ heute Abend +++ 04.05.2010 +++ Gianmaria Testa +++

Wer heute abend zufällig in RT ist und noch Lust auf gute Musik hat: Gianmaria Testa spielt im Franz K.

Gianmaria Testa
Gianmaria Testa

+++ heute Abend +++ 04.05.2010 +++ Gianmaria Testa +++

Moon 750D & 600i

Es stehen wieder neue Geräte zum Hören und Testen bereit: von Moon sind der 750D DAC/CD-Player und der passende Vollverstärker 600i eingetroffen.

Moon 750D DAC/CD-Player
Moon 750D DAC/CD-Player

Moon 600i Vollverstärker
Moon 600i Vollverstärker

[weiter zum Hörbericht]

High End 2010

Vom 06.-09.05.2010 sind wir auf der High End München am Stand von Pro-Ject zu finden. Jede freie Minute wird natürlich dazu verwendet, nach neuen interessanten Geräten Ausschau zu halten und hier darüber zu berichten.

High End 2010
High End 2010

Moon i3.3 & CD3.3 – Höreindrücke

Manchmal spielt einem die eigene Erwartungshaltung und Voreingenommenheit einen gehörigen Streich. Nach ihrem Aussehen und den Informationen, die ich über Simaudio und Moon angelesen habe, passen die ersten Höreindrücke so gar nicht dazu. Oder doch?
Erwartet habe ich ein eher technisches, den objektiven Maßstäben von gut und schlecht folgendes, Klanggeschehen. Und was kommt da aus den Lautsprechern auf mich zu? Musik und das Verständnis dafür, was mir die Musiker sagen wollen. Hier wird sofort die subjekitve Seite meiner Empfindungen angesprochen, trotz aller Exaktheit und Geradlinigkeit. Anscheinend haben es die Jungs (und Mädels?) bei Simaudio geschafft, neben den technischen und damit messbaren Werten auch die musikalischen nicht zu kurz kommen zu lassen. Vom Timing her auf den Punkt gespielt, Spannung aufbauend und niemals kühl. Aber gleichzeitig auch detailverliebt und nichts unterschlagend. Dazu gesellt sich eine kontrolle und Kontourenschärfe, wie ich sie selten (vorallem in dieser Preisklasse) gehört habe. Gegenüber dem Musical Fidelity M6i stellt sich der i3.3 von Moon tendenziell dunkler dar, ohne Details zu soften oder zu verschleiern. Dem Gryphon Atilla hat er mehr Kontrolle und Durchzeichnung im Bassbereich voraus, dafür spielt er nicht ganz so „schön“ losgelöst in den obersten Lagen.
Um heraus zu finden, wer an dem unerwarteten Ergebnis maßgeblich Schuld ist verbinde ich neben dem Moon CD3.3 als Quelle auch den Gryphon Scorpio CD symmetrisch mit dem i3.3 Vollverstärker. Der Gryphon spielt erwartungsgemäß auf einem höheren Niveau und bietet mehr Auflösung und Fluss, aber die Stimmigkeit, das Griffige und tolle Timing bleiben. Beim CD3.3 verbunden mit dem i3.3 scheint es übrigens recht unerheblich zu sein, ob er symmetrisch, asymmetrisch oder gar digital mit dem internen DAC des i3.3 verbunden ist. Der zum Vergleich von mir hinzugezogene Meridian G08.2 macht da schon größere Unterschiede zwischen den verschiedenen Anschlussarten: er klingt am Moon i3.3 symmetrisch verkabelt mit Abstand am besten und kann sich auch zum CD3.3 distanzieren. Wenn es also nicht darum geht, alles von einer marke zu haben, ist die kombination Meridian G08.2 und Moon i3.3 ein echter (Geheim-)Tipp.
Es spielt übrigens keine Rolle, ob ich den i3.3 an den verschiedenen Wilson Beneschs (Curve und A.C.T.), den Triangle Quatuor oder Cabasse Egea betreibe, er versteht sich mit allen prächtig. Ein tolles Gerät!

Dank der modularen Bauweise kann der Moon i3.3 übrigens optional mit einem Phonoeingang (MM/MC), einem symmetrischen Eingang und einem D/A-Wandler ausgerüstet werden. Der interne DAC ist für mich ein absoluter Preis-/Leistungs-Hammer! Für nur EUR 300,00 Aufpreis bekommt man einen klanglich sagenhaften DAC mit 4 Eingängen, dadurch ist wie auch beim Musical Fidelity M6i der Aufbau einer super reduzierten Anlage mit einem Rechner als Quelle möglich. Was will man mehr?

Weil der optionale DAC mich so begeistert hat mit Quellen wie dem Olive4 HD und dem sooloos, habe ich mal wieder preisbewusst gedacht und mir den kleinsten Moon CD-Player CD.5 als Quelle ausgesucht. Digital mit dem DAC des i3.3 verbunden ergibt sich ein Gespann, das vom Preis-/Leistungsverhältnis kaum zu toppen sein dürfte.

Die nächste Frage, die sich mir nun aufdrängt, ist: was machen dann die großen Moon-Geräte aus der Evolution-Serie, wenn die „kleinen“ schon so gut sind? Der DAC/CD-Player 750D und der passende Vollverstärker 600i laufen isch schon warm…

Musical Fidelity M6 – Höreindrücke

Habe ich schon gesagt, dass ich ganz schön gemein sein kann? Nein? Aber aufgefallen ist es Ihnen bestimmt schon, weil ich gerne preiswerte Geräte gegen vermeintlich überlegene und wesentlich teurere antreten lasse. Das konnte ich mir natürlich auch bei Musical Fidelity’s M6i nicht verkneifen und habe ihn neben dem Moon i3.3 auch im Vergleich zum Gryphon Atilla gehört. Alle drei Verstärker lassen sich ja symmetrisch ansteuern, also stand dem direkten Vergleich mit Gryphon’s Scorpio CD-Player als Quelle und den Wilson Benesch A.C.T. als Lautsprecher nichts im Weg.
Was als erstes auffällt ist die Kontrolle und Kraft, die der M6i mitbringt. Genauso substantiell wie der Moon i3.3 hat er die Wilson Benesch bis in die tiefsten Lagen sicher im Griff und geht richtig nach vorne. Spielfreude, Offenheit und Kontrolle zeichnen sein Wesen aus. Im oberen Frequenzbereich hält er sich nicht zurück, sondern legt gern noch eine Schippe drauf, sodass man mit der Lautsprecherauswahl und der passenden Verkabelung aufpassen sollte, dass es nicht überbrilliant wird. Aber nervig oder scharf wird es trotzdem nicht, es ist also immer eine Portion Luft zum analytisch-kühlen gewahrt.
Was mich auch erstaunt und erfreut hat ist, wie frei von Nebengeräuschen (Rauschen, Brummen) der Verstärker trotz seiner enormen Leistung im kompakten Gehäuse spielt. Weder beim Ein- noch beim Umschalten macht er unfeine Nebengeräusche und auch an der wirkungsgradstärkeren Triangle Quatuor verhält er sich mustergültig.
Ein tolles Feature ist übrigens auch der USB-Eingang, über den man z.B. direkt mit seinem Mac- oder sonstigen Note-Book Verbindung aufnehmen kann. Solange die Musik nicht komprimiert sondern in hoher Auflösung auf dem Rechner liegt bekommt man so eine super reduzierte Musikanlage höchster Güte, ohne viele Kästchen, Kabel und den damit verbundenen Aufstell- und Anschlussproblemen. Ein Apple-Rechner lässt sich innerhalb von Sekunden mit dem M6i verbinden und Musik hören. Toll!

Für das geforderte Geld ist Anthony Michaelson aus meiner Sicht ein toller Wurf geglückt: ein musikalisches Gerät mit unglaublichen Leistungsreserven, das auch trotz der vielen Muskeln noch geschmeidig laufen kann.

Da frage ich mich glatt, was die Vor-/End-Kombination M6PRE und M6PRX da noch draufsetzen soll? Immerhin kostet sie das doppelte des Vollverstärkers (sind ja auch physisch genau das doppelte Volumen), hat ein bisschen mehr Leistung (260 gegenüber 200 Watt) und braucht doppelt so viele gute Netzkabel und ein zusätzliches Verbindungskabel.
Mir hat der Vergleich nur wieder mal gezeigt, dass ich wohl ein ausgemachter Fan von Vollverstärkern bin. Aus meiner Sicht hat er klar das bessere Preis-/Leistungs-Verhältnis, gibt sich klanglich keine Blöße gegenüber seinen getrennten Brüdern und ist erstaunlicherweise sogar noch etwas nebengeräuschärmer – trotz symmetrischer Verkabelung zwischen M6PRE und M6PRX.
Wahrscheinlich sind die Lautsprecher, die ich zur Verfügung habe, keine so furchtbar anspruchsvollen und komplexen Lasten, dass sich der Vorteil der Vor-/End-Kombi deutlicher zeigen könnte. Aber ich bin ja froh, dass die Lautsprecher nicht so zickig sind, kann ich so doch mit dem integrierten M6i für kleines Geld einen tollen Vollverstärker empfehlen, der für die allermeisten Lautsprecher-Lasten mehr als ausreichend ist.

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